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7/12/2017

Zeitungsartikel

Anfang des Jahres hat ein Patient von mir einen Artikel über mich geschrieben und und schließlich vor Kurzem einen Redakteur bei der Japan Times, der größten Englischen Zeitung in Japan überreden können, diesen auch zu veröffentlichen.
Der Artikel selbst ist (leider) auf English, aber da ich ja nur äußerst selten irgendwo öffentlich autrete, möchte ich die Gelegenheit nutzen, hier ein bischen damit anzugeben.

Viel zum "Angeben" gibt es ja nicht: ich bin nur ein ungebildeter, drittklassiger Handwerker. Trotzdem finden manche Leute solche Geschichten interessant ...

http://www.japantimes.co.jp/community/2017/07/05/our-lives/unorthodox-acupuncturists-point-make-sure-never-come-back/#.WV2kJelpzcF

7/02/2015

Umgekehrter Kulturschock

Auf den Artikel "Nur stur - oder redliches Geschäftsgebaren?" (Xing -> Gruppe: "Japan - Land der aufgehenden Sonne"), den ich neulich hier eingeschrieben habe, gab es einige Kommentare, in denen das Alter von Gebäuden angesprochen wurde.
Ich möchte hier nicht akademische Diskussionen zu dem Thema beginnen, sondern nur ein Erlebnis mit den Gruppenmitgliedern teilen, dass ich vor 5-6 Jahren in Rothenburg hatte.

Man spricht oft davon, mit "den Füßen auf festem Boden" zu stehen, oder "festen Boden unter den Füßen" zu haben. Das ist weder neu noch ungewöhnlich und wird im Allgemeinen in dem Sinne verwandt, dass man sich auf etwas verlassen kann.
Wie aus meinen bisherigen Beiträgen vielleicht ersichtlich war/ist, habe ich meinerzeit in Deutschland Judo, Aikido, Tai Chi betrieben, mit all dem geistigen Kram, der da so mit einhergeht, und dies hat dann später dazu geführt, dass ich nach Japan ging, um Bogenschießen zu lernen. In Deutschland haben meine Eltern auch in einem Backsteinhaus gewohnt und ich bin zu zahlreichen Gelegenheiten in zahlreichen Kirchen gewesen. Dabei habe ich mir nie etwas gedacht und mir ist auch nie etwas "besonderes" aufgefallen.
Hier in Japan habe ich dann wie gesagt Bogenschießen, ein bischen Teezeremonie und dergleichen betrieben und vor 30 Jahren meine Lizenzen als Akupunkteur (orientalische Medizin mit dem Yin-Yang Kram, ewiger Wechsel etc. ...) erworben und kann Heute auf 30 Jahre klinische Praxis zurückblicken. Auch dabei ist mir nie etwas "besonderes" aufgefallen.

Vor ca. 5 Jahren wurde ich dann von einer japanischen Akupunkturgesellschaft gebeten, unter anderem den "TCM Kongress" in Rothenburg zu beobachten und dann hier in Japan darüber zu berichten. In den Jahrzehnten meiner Tätigkeit als Akupunkteur ist mir schon häufiger aufgefallen, dass es auch bei großen Berühmtheiten im Bereich der orientalischen Medizin aus Europa, die sich SEHR gut mit der Materie auskennen, "irgendwie" Unterschiede zu den entsprechenden Meistern hier gibt. Allerdings konnte ich bis dahin nie sagen, worin diese Unterschiede bestehen.

Und dann war ich in Rothenburg. Wunderschöne Altstadt. SEHR schön, aber als solches nicht ungewöhnlich. Eines schönen Nachmittags habe ich mich bei einem Spaziergang durch die Stadt für eine Weile in eine Kirche gesetzt. Einfach nur so. Während ich so da saß und im wesentlichen an gar nichts dachte, fiel mein Blick auf die vom Boden zu der sehr hohen Decke aufragenden Steinsäulen. (Beigefügtes Bild: ich habe leider kein Bild aus der Kirche, aber das am Hang gebaute Backsteinhaus wäre in Japan ebenso undenkbar!)
Nach einer Weile hat es mich dann "getroffen". So etwas wäre in Japan einfach NICHT möglich. Die würden selbst bei jedem kleineren Erdbeben um/einstürzen.
DAS ist etwas, was Deutschland und Japan GRUNDSÄTZLICH unterscheidet. Hier hat man keinen "festen Boden unter den Füßen"! Alle in Japan aufgewachsenen Japaner "wissen" das, ohne jemals darüber nachgedacht zu haben. Ich selbst habe ja auch unzählige Erdbeben erlebt, aber dass dies einen Einfluss auf die Kultur und Mentalität (es steht jederman frei, diese Behauptung in Frage zu stellen) ist mir nie in den Sinn gekommen.

Dieses kleine Erlebnis war zumindest für mich persönlich DIE Erklärung für die Unterschiede in Einstellung und Praxis der Akupunktur; in weiterem Sinne wohl auch für andere Formen orientalischer Kultur. Leute die von Geburt an immer auf festem Boden gestanden haben, können glaube ich nicht so recht "nachempfinden", was Menschen denken/fühlen, die ihr ganzes Leben auf einem in ständigem Wechsel befindlichen Boden gelebt haben.

Aber wie gesagt: das ist nur mein persönlicher Eindruck und nicht irgendeine wissenschaftliche Tatsache.

6/11/2015

Acudiversity ...

English: Hua Shou. Expression of the fourteen ...
English: Hua Shou. Expression of the fourteen meridians. (Tokyo, 1716). http://www.nlm.nih.gov/exhibition/historicalanatomies/Images/1200_pixels/hua_t08.jpg (Photo credit: Wikipedia)
I have been trying to help foreigners wishing to observe Japanese acupuncture in Japan for at least 15 years. Unfortunately, I must say, Japanese practitioners are not very forthcoming when I ask/ed for their help.
Most (close to 100%) of the people who contacted me in the past already hold some licence(s), whether those are related to acupuncture, herbal medicine or western medicine. Most also had already studied, at least to a certain degree, the kind of Chinese medicine often designated als "TCM" (Traditional Chinese Medicine). It is well known, however, that there is only a limited amount of "traditional medicine" in TCM, since it has been cooked up in the 1960s by Mao as a propaganda tool. So, the people who contacted me, did so, because they were dissatisfied and wanted to learn "something else". This latter one is usually named "Japanese acupuncture".

However, there is a problem with "Japanese acupuncture".
In China EVERYTHING is controlled by the state and only state sanctioned things / concepts are permissible, so that people go there and "learn" (teaching TCM is a commercial product, marketed in a quite capitalistic manner) in a month or so. That's easy, because there is only one state sanctioned TCM, which is not to be questioned or doubted and presented in palatable form for "those foreigners".

Here in Japan things are different. Nobody in a position of power cares enough to even try to regulate oriental medicine. Since the introduction of Chinese medicine to Japan about 1,500 years ago, the Japanese have adapted it to their own particular needs and added quite a number of ingenious inventions (probably most well known: the use of needle tubes) of their own. Over this period of 1,500 years "Chinese medicine" evolved into "Japanese medicine". Anybody claiming that it must today be still the same it has been 1,500 years ago is a little out of touch with reality. The reality of evolution.
As opposed to China, there has been no "cultural revolution", permitting only one "true TCM" and eliminating everything that might pose a threat (?) to the welfare of the state, all the different schools and techniques that have developed in Japan are alive and well. Mildly exaggerated: there are probably as many styles out there as there are practitioners.

To the best of my knowledge, even in the face of all those rather unpleasant efforts at "standardization", there simply is no "THE Japanese acupuncture". No practitioner I know could give a definition of what Japanese acupuncture is.
But precisely THAT is, what makes is interesting: the wondrous variety, where nobody can claim to be right and tell others they are wrong.
With reference to the term "biodiversity", I would like to name this situation:
        acudiversity

The other day, somebody from Germany contacted me, wishing to study "Japanese acpuncture". The person claimed to have already studied "TCM" (4 weeks) in China.
When I told that person, that in the absence of any organized (commercialized) courses in languages other than Japanese the only way getting a taste of Japanese acpuncture would be spending some time here and visit as many practitioners as possible, the person apparently got angry at me ("so there is no way of learning Japanese acpuncture?") and terminated the correspondence. That's fine by me.

However, I would like emphasize (again and again!): the variety of Japanese acupuncture styles is exactly what makes it so attractive.
Attractive in itself AND for the needs of the people of the world at large.
Personally I am convinced, that the "Japanese acupuncture" is much better suited for the world population than "Chinese acupuncture".
I would not volunteer to get a Chinese acupuncture treatment, BUT use moxibustion or acpuncture on myself before I consider anything else.

For people interested: I summarized some of these views in a little ebook: "Acupuncture .. the easy way - or the hard way".
It ***IS*** commercially available through Amazon and Smashwords.com, but since nobody has been buying it, I now offer it as free download from my website:

http://www.einklang.com/Books.htm

3/04/2015

Dolmetschen in Japan

Ich lebe seit ca. 36 Jahren in Japan, wo ich sowohl praktizierender Akupunkteur als auch freiberuflicher Übersetzer bin. Bisher war das Übersetzen die Grundlage für unseren Lebensunterhalt.
Durch das Internet wird aber immer mehr dieser Arbeit in Richtung China, Indien, Südamerika oder andere Ländern mit "billigen" Anbietern umgeleitet.
Deswegen möchte ich versuchen, in Zukunft etwas mehr zu dometschen als bisher, um uns über Wasser zu halten. Bisher habe ich Dolmetschaufträge nur mit Rückbehalt angenommen, damit ich meine Praxis nicht leer stehen lassen muss.

Ich bin nach eigenem Ermessen ausreichend gut vertraut mit technischen und medizinischen Inhalten und habe daher schon häufiger deutsche Ingenieure bei Präsentationen, Werksbesuchen, Arbeiten vor Ort etc. begleitet.

Falls jemand irgendwann einmal einen Dolmetscher in Japan brauchen sollte, würde ich gern meine Hilfe anbieten.
Dabei würde ich etwa den gleichen Betrag in Rechnung stellen, den ich hier von den Übersetzungsagenturen erhalte, so dass es für eventuelle Kunden zweifellos kostengünstiger wird, als eine Agentur zu bitten.

Ich würde mich freuen, wenn ich hin und wieder dem einen oder anderen aushelfen könnte.

Mit freundlichen Grüßen aus Japan
Thomas Blasejewicz
nyuwa@hb.tp1.jp

2/19/2015

Schenken -- in Japan auch anders (1)

Leuten Dinge schenken. Ein ganz gewöhnlicher Vorgang, über den man zumindest als in Deutschland lebender Deutscher wohl kaum jemals nachdenkt. Jedenfalls habe ich während meines Lebens in Deutschland nie darüber nachgedacht.
Hier sieht da manches anders aus. Die Unterschiede sind nicht unbedingt (lebens) "wichtig", können sich aber mitunter trotzdem bemerkbar machen.
Für diejenigen, die mit diesen Gebräuchen nicht vertraut sind, ein ganz klein wenig anekdotisches.

Etwas womit man als "Ausländer" am ehesten in Kontakt kommt, sind die sogenannten Gastgeschenke.
Wenn man Geschäftsmann/frau ist und hier Unternehmen besucht etc., wird oft erwartet, dass man Gastgeschenke mitbringt. Ich bin zwar kein Geschäftsmann, aber als in Japan praktizierende Akupunkteur kümmere ich mich bei Bedarf um Ausländer, die hier zum Beispiel in Kliniken zuschauen möchten. Ein typischer Fall, in dem Gastgeschenke notwendig sind. Die Ausländer bringen auch diverse kleine Geschenke mit. So weit, so gut. Allerdings übergeben die Ausländer die ich bisher gesehen habe, diese Geschenke ihrem Gastgeber MEISTENS "unverpackt".
Für die meisten Japaner ist es beim Austausch derartiger Geschenke aber WENIGER wichtig WAS da gegeben wird, als WIE es überreicht wird. Und bei diesem "wie" handelt es sich vorwiegend um eine "ordentliche", den Umständen angemessene Verpackung. Das heisst für Japaner gewöhnlich: man kauft etwas im Geschäft, lässt es dort "nett" einwickeln, und die Sache kommt dazu noch in eine nette Papiertasche oder dergleichen. Bei Überreichen der Gastgeschenke wird dem Gastgeber entweder das Geschenk in der Papiertasche des Geschäftes mit den einer ganz "nebensächlichen" Bemerkung, dass es sich nur um etwas ganz banales handelt, überreicht. Oder aber, je nach den Umständen, aus der Papiertasche herausgenommen, bei Beschriftung/Muster der Verpackung etc. diese dem Gastgeber zugewandt mit beiden Händen mit einer Verbeugung überreicht.
Ich habe auch schon bei geschäftlichen Verhandlung gedolmetscht, wo dann die Deutschen den japanischen Verhandlungspartnern schweizer Taschenmesser in den kleinen Papierschachten vom Geschäft "überreichten" - mit einer Hand.
Ein Japaner wird einem ausländischen Verhandlungspartner dies NIEMALS negativ anrechnen ... aber trotzdem als seltsam empfinden.

Leute die einmal in Japan waren, sind vielleicht mit den "Furoshiki" vertraut. Quadratische Tücher aus den verschiedensten Materialien, die zum "einpacken" verwendet werden und mitunter sehr praktisch sein können. Wenn man jedoch nur einen EINIZGEN Gegenstand hat, dann fragt man sich als Ausländer immer, wozu dann das Furoshiki noch gut sein soll.
Ganz einfach. Es erleichtert/ermöglicht das "Zeremoniell" in Verbindung mit der Verpackung.
Aber auch hier gibt es sicher Leute mit unterschiedlichen Meinungen ...

1/15/2015

Kono aida domo ---

Guten Abend aus Japan
Neulich war einmal der japanische Neujahrsgruß Gesprächsgegenstand.

Heute möchte ich einen wahrscheinlich weniger bekannten Gruß vorstellen:
"kono aida domo ..."
"Vielen Dank für neulich ..."
Dies könnte Leuten, die sich hier länger aufhalten, oder eventuell regelmäßig Geschäfte hier machen unter Umständen einmal hilfreich sein.

Es hat mich bestimmt 10-20 Jahre gebraucht, bis ich mich daran gewöhnt habe.

Situation:
Stellen Sie sich vor, Sie fahren mit dem Auto zum Bahnhof und sehen jemand Bekanntes an der Bushaltestelle stehen. Sie halten an und bieten der Person an, sie zum Bahnhof mitzunehmen. Die Person steigt ein, sie fahren zusammen zum Bahnhof, die Person steigt aus und BEDANKT sich.
Für normalsterbliche Deutsche ist die Angelegenheit damit erledigt.

Stellen Sie sich weiterhin vor, Sie treffen die besagte Person sagen wir 4-6 Wochen später wieder.
Dann sagt diese (fast 100% sicher) Ihnen: "kono aida domo ..." = "Vielen Dank für neulich ..."

In einer solchen Situation habe ich lange Jahre immer wieder verzweifelt versucht mich zu erinnern, was denn neulich war ...
Da die Person sich bei Aussteigen ja bedankt hat, war die Angelegenheit zu dem Zeitpunkt für mich immer abgeschlossen und erledigt.
NICHT SO FÜR JAPANER. Für Japaner bleibt da ein Rest zwischenmenschlicher Beziehung kleben und zieht lange Fäden, genau wie die vergammelten Bohnen, über die ich "neulich" kurz geschrieben habe.
Hierzulande müssen Sie stets einen 8 GB Flash Memory Stick in ihrem Gehirn bereit halten, auf dem gespeichert ist, wann Sie wo mit wem unter welchen Umständen was für einen Kontakt hatten.
Wenn Sie das hinbekommen - was mich wie gesagt viele Jahre gekostet hat - haben Sie aber eventuell eine bessere Chance (zum Beispiel im Geschäftsleben) zumindest halbwegs als "vollständige" Person angesehen zu werden. Und nicht nur als einer der merkwürdigen Ausländer, die offenbar keine richtigen zwischenmenschlichen Beziehungen aufbauen können ...

(diesbezüglich gibt es sicherlich auch zahlreiche andere Ansichten!)

1/09/2015

Vergammelte Bohnen

Schon einmal von "vergammelten Bohnen" = Natto gehört?
Eigentlich nicht vergammelt in dem Sinne, sondern eher fermentiert, die dann beim Essen lange, klebrige Fäden ziehen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Natt%C5%8D

Das ist etwas, was die meisten Japaner ständig essen - die jüngeren vielleicht nicht mehr so.
Wir essen es bei uns zu Hause auch oft und auch meine Kinder mögen es. Ich übrigens auch.

Allerdings habe ich bisher nur sehr wenige Ausländer getroffen, die sich mit Natto anfreunden können/wollen.
Ein Freund von mir, der die ganze Welt bereist hat und mir Vorliebe in Indien gereist ist, und einmal hier war meinte dazu,
er ist in Deutschland bei seinen Zen Übungen gern japanisches Essen wie Miso-Suppe etc. aber Natto ... beim besten Willen nicht.
In seinen Worten: es riecht wie "Sch****"

Ich habe anno dazumal in Deutschland auch 20 Jahre gebraucht, bis ich den Mut zusammengespart hatte, Harzer Käse in den Mund zu nehmen ...


Erwin Bälz

Einer der Begründer "moderner" = westlicher Medzin in Japan.
Ganz in der Nähe von sowohl meiner Wohnung als auch meiner Praxis steht am Mehr ein Gedenkstein.
Dieser ist Erwin Bälz gewidmet:
http://de.wikipedia.org/wiki/Erwin_B%C3%A4lz

Ein deutscher Arzt, der als "kaiserlicher Leibarzt" in Japan wesentlich zur Einführung der westlichen=modernen Medizin beigetragen hat.
Das ist natürlich sehr gut! Was die Japaner nicht so recht verstanden haben, ist der Wert der traditionellen Medizin, die im Rahmen dieser "Erneuerungen" als veraltet und "barbarisch" um ein Haar völlig abgeschafft = ausgerottet worden wäre ...
Heute, ca. 150 Jahre später, kann man nur froh sein, dass dies aufgrund der selbstlosen Bemühungen einiger Personen nicht geklappt hat.


12/02/2014

Für die Ausländer ...


(Ich erlaube mir einmal einen ganz kleinen Abschnitt aus meinem Lebensbericht hierher zu kopieren.)
Ganz in der Nähe meiner Praxis ist eine Ampel. Und erst vor sehr kurzer Zeit scheint es in unserem Ort "Mode" geworden zu sein, Orts- und Straßenschildern Umschreibungen in lateinischen Buchstaben hinzuzufügen. Für Japaner sind diese natürlich völlig überflüssig (und manchmal bestimmt auch unverständlich), so dass sich diese Kennzeichnung speziell an Ausländer (Touristen) wendet. Ich möchte gern glauben, dass diese Bemühungen dazu gedacht sind, den Ausländern dabei zu helfen, sich zurecht zu finden.
Dies ist aber mit Problemen behaftet!
Zum Beispiel: 「葉山元町」 wie es an der Ampel steht, wird "Hayamamotomachi" geschrieben.
Obwohl dies eine gewöhnliche japanische Ortsbezeichnung ist, wird diese von ALLEN Japanern als aus zwei Teilen bestehend verstanden: Hayama = der Ortsname und Motomachi = was etwa mit Ortsmitte übersetzt werden könnte.
Aber wie verhält es sich für Ausländer, die auf die lateinische Darstellung angewiesen sind? Nehmen wir einmal an, dass es sich um Menschen handelt, die kein Japanisch verstehen und diesen merkwürdigen Begriff "Hayamamotomachi" im Wörterbuch nachschlagen wollen. Wo soll der nun getrennt werden, damit man nach den einzelnen Komponenten suchen kann?
Haya mamoto machi?
Hayamamo tomachi?
Ha ya motoma chi? ...
Für die besagten Ausländer haben alle Schreibarten die gleiche Bedeutung: gar keine!!!
Dann wäre es nach meinem Verständnis doch nur sinnvoll, die lateinischen Buchstaben genauso anzuordnen, wie Japaner den Begriff verstehen, nämlich:
"Hayama Motomachi"
"Hayama" = Ortsname, erscheint auf Landkarten
"Motomachi" = Nomen, kann im Wörterbuch nachgeschlagen werden.
In Lehrbüchern für Ausländer, die noch nicht japanische Schrift lesen können, werden einfache Sätze wie: "Dies ist ein Tisch" ja auch nicht zusammenhängend geschrieben!!! Wie: "Korewaookiteburudesu."
oder: "Kyowaiiotenkidesukaraosanponidekakemasu." (Lass uns einen Spaziergang machen, weil Heute so schönes Wetter ist.)

5/05/2014

Bericht von mir

Über eine Nachricht bei Xing habe ich "erneut" erfahren, dass ein Bericht, den ich über mich selbst geschrieben habe, seit Jahren im Internet steht und nach einer kürzlichen Erneuerung der betreffenden Webseite auch in den neuen Bereich mit übernommen wurde.

Die Existenz dieses Berichts hatte ich schon vollständig vergessen:
http://www.germany.euro-japan.net/index.php/de/japan-magazin/japan-feuilleton/insiderberichte-ueber-japan/256-ein-deutscher-akupunkteur-in-japan

Auf eine Kontaktanfrage meinerseits wurde ich darauf hingewiesen!

Offenbar werde ich älter.

Oder der ganze Internetkram wird einfach zu unübersichtlich.

1/31/2014

"Acupuncture: The easy way - or the hard way"

Ich habe kürzlich einige meiner ganz privaten Vorstellungen im Zusammenhang mit "japanischer Akupunktur" zusammengeschrieben (diesmal auf Englisch). Ganz persönlich bin ich der Ansicht, dass die Art, wie viele japanische Kollegen behandeln - eben "japanische Akupunktur" - für viele "Ausländer" (die meisten nicht-Chinesen) besser geeignet ist, als die "authentische" chinesische Akupunktur.

Da ich weder Akademiker, noch gelehrter noch sonstwie Intellektueller bin, kann es sehr wohl sein, dass meine Ansichten völlig falsch sind. Aber solange wir noch (theoretisch) Redefreiheit haben, dachte ich aber, dass ich vielleicht ja auch das Recht habe, falsche Meinungen kund zu tun.

Abgesehen von den Textabschnitten, die ich von anderen Leuten geborgt habe, handelt es sich um Ansichten, die nicht auf wissenschaftlichen Arbeiten, sondern nur 30 Jahren klinischer Erfahrung beruhen.
Ich könnte mir vorstellen, dass der eine oder andere Hinw

Mein Büchlein ist seit gestern als Ebook bei Amazon erhältlich:
Acupuncture: The easy way - or the hard way

Falls Interesse besteht ...

Leuten, die keinen solchen ebook reader haben, wie mich zum Beispiel, biete ich eine PDF Datei direkt an.

eis Leuten, die eventuell orientalische Behandlungsmethoden in Erwägung ziehen, ein wenig behilflich sein kann.

10/31/2013

Lebensbericht

Eine ganze Reihe von Patienten (sowohl Japaner wie auch Ausländer) haben mich über die letzten 20 Jahre gefragt, wie es kommt, dass ein junger Deutscher (Spinner) nach Japan geht, um Bogenschießen zu machen und dann dort seit 30 Jahren Akupunktur betreibt. Die Antworten darauf hat die genannten Patient oft veranlasst mir nahezulegen, diese Geschichte als Buch zu verfassen.
Da ich selbst nicht besonders an Autobiographien interessiert bin und daher davon ausgehe, das "meine Geschichte" für kaum jemanden interessant sein kann, habe ich seit über 15 Jahren damit gezögert.
Jetzt habe ich endlich den Mut zusammengenommen (und die Zeit gefunden), diesem Patientenwunsch nachzukommen und meinen bisherigen "Werdegang" als Buch verfasst.
Die Originalversion ist auch wieder, wie bei dem im Februar herausgekommenen gedruckten Buch, auf Japanisch. Das ich diese Geschichte eigentlich auf Deutsch schreiben könnte/sollte, ist mir erst in den Sinn gekommen, als mich ein Patient nach Abschluss der japanischen Version daraufhin ansprach.
Diese "japanische Version" ist sein März als Amazon Kindle Ausgabe erhältlich, aber bisher wurde davon noch nicht ein einziges Exemplar verkauft.

Auch dieses Buch ist jetzt endlich über Smashwords.com in einer ganzen Reihe von Formaten, einschließlich ePub erhältlich:
https://www.smashwords.com/books/view/432442

Jetzt habe ich endlich den ganzen Kram auf Deutsch umgeschrieben (nicht übersetzt) und ebenfalls als Amazon Kindle Ausgabe veröffentlicht (soll in den nächsten Tagen "online" gehen).
Titel: "Sonderling in Ost und West"

Dieser Lebensbericht beschreibt meine eventuell etwas ungewöhnliche Jugend in Deutschland, meinen Weg nach Japan und gibt schließlich einige Einblicke in die Welt der Akupunktur in Japan, wie sie in Lehrbüchern nicht zu finden sind, Weil derartige Geschichten dort nichts zu suchen haben.
Vielleicht sind jedoch gerade diese "ungewöhnlichen" Einblicke etwas, was meine Geschichte für manche Leute interessant gestalten könnte.
Das Buch enthält etwa 70 Schwarzweißfotos (damit diese auf den Kindle Geräte angezeigt werden können). Da ich selbst auch kein "Kindle" Gerät habe, biete ich eine PDF Version mit Farbfotos ebenfalls (zum Verkauf) an.

Enhanced by Zemanta

3/13/2013

Das nächste Buch

UPDATE!
Die Kindle Version, obwohl erst gestern Nacht hochgeladen, ist bereits erhaeltlich ->
http://www.amazon.com/dp/B00C8T1ZNW

Das neulich angekündigte "nächste Buch" ist jetzt in seiner ersten Form im wesentlich fertig und ich werde es vermutlich Morgen (13. März) bei Amazon als Kindle Version der Öffentlichkeit vorstellen.
Allerdings ist auch dies wieder auf Japanisch geschrieben. Neulich sprach ich mit einem Patienten darüber, und die Frau meinte, ich hätte es doch erst auf Deutsch schreiben und nachher ins Japanische übertragen können. Das wäre doch viel einfacher.

Die Idee ist mir selber nie gekommen.
Ich lebe hier in Japan, 90% meiner Patienten sind Japaner mit denen ich auf Japanisch kommuniziere ... also muss ich auch auf Japanisch schreiben. Das erschien mir das "natürlichste auf der Welt".

Aber ich werde die Sache jetzt ins Deutsche und wohl auch ins Englische "übertragen". NICHT übersetzen. Denn im japanischen Text sind manche Passagen, die eben nur für Leute Sinn machen, die hier sind, oder zumindest mit dem Leben in Japan vertraut sind.

Da ich selbst auch kein Kindle (Gerät) besitze, werde ich die Datei auch anderweitig (wenn möglich gegen Bezahlung,; etwas weniger als die Kindle Version) anbieten. Diesbezüglich muss ich mich aber erst noch ein bischen in die dafür erforderlichen technischen Details einlesen.

Wenden Sie sich bei Interesse an mich:
Thomas Blasejewicz
Thomas' Acupuncture Clinic
Tel/Fax: 046-876-3077 (in Japan)
tom@einklang.com
www.einklang.com

2/06/2013

Das nächste Buch

Als gebürtiger Deutscher lebe ich inzwischen seit 34 Jahren in Jahren und bin hier seit fast 30 Jahren Akupunkteur. Meine eigene winzige Klinik habe ich nun auch schon seit 18 Jahren.

Eine ganz Anzahl meiner Patienten, sowohl Japaner wie auch Ausländer, haben mich wiederholt gefragt, wie es denn kommt, das ausgerechnet ein Deutscher in Japan Akupunktur macht.

Wenn ich die Gründe hierfür im Überblick während der Behandlung darlege, sagen viele Leute immer wieder, ich sollte diese Geschichte doch als Buch verfassen.

Jetzt habe ich angefangen, die betreffenden Umstände zusammenzufassen. Eine kurze Zusammenfassung, findet sich schon seit langer Zeit auf meiner Webseite:

http://www.einklang.com/German/Material.htm#Mein%20Weg%20nach%20Japan

Wenn ich jetzt noch einen Weg finde, die Geschichte in irgendeiner Form zu veröffentlichen ...
Ich melde mich wieder, wenn es hier etwas Neues gibt.

Deutscher Akupunkteur in Japan
  - Hüben wie Drüben aus dem Rahmen fallend -

10/17/2012

Chinese maturity test .... continues

Remember my previous notes about the topic:
http://thomasakunkturklinik.blogspot.jp/2012/09/china-maturity-test.html

There I wrote:
But, there is this new wonder slogan:
「愛国無罪」
meaning literally: as long as it is a patriot act, there will be no charges!
Yesterday: drunken boat drivers and toppled cars.
Today: destruction of supermarkets and factories.
Tomorrow: ... let's kill a few people. Its patriotic and therefore no problem!

Well, it is happening already ...
http://www.japantimes.co.jp/text/nn20120920a8.html
Thursday, Sep. 20, 2012
Suspect arrested in assault on Japanese couple in Hong Kong

I have not followed this, but maybe the man "arrested" has by now been declared a national hero. And since action was most likely a "patriotic act", there will be no charges.

This has been seen before:
the Indians
the Black
the Jews

are not worthy living, subhuman creatures ...
(in modern China they have their variety with different ethnic groups,
not pure blooded Chinese
"mud blood" -> muggle born (see Harry Potter)
or the Arier, pure blooded "Germans" (see Hitler)

The newest fashion: banning or maybe even destroying books
does not show any more maturity.
It's the  behavior of the unruly kids in Kindergarten
http://www.japantimes.co.jp/text/nb20120920a2.html
http://www.japantimes.co.jp/text/nn20120920b7.html
http://www.wantchinatimes.com/news-subclass-cnt.aspx?id=20120924000105&cid=1101


The "burning of books" has throughout history NEVER done any good to anybody
http://en.wikipedia.org/wiki/Book_burning

http://en.wikipedia.org/wiki/Qin_Dynasty
"The Qin Dynasty also introduced several reforms: currency, weights and measures were standardized, and a better system of writing was established. An attempt to purge all traces of the old dynasties led to the infamous burning of books and burying of scholars incident, ..."

The "strength of the Chinese is not their maturity, intellectual achievements, refinement, "historical facts" or the like ..... it is simply their number, which allows them to overrun everything/everybody else.
Remember the locusts I mentioned in my previous post?

And as I also said before, the world need to think this through a little!
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9/16/2012

China - the maturity test ...

the analogy seems striking ...
Everything is mine!
English: Mao's official portrait at Tiananmen ...
English: Mao's official portrait at Tiananmen gate 中文: 天安门上的毛泽东官方画像 (Photo credit: Wikipedia)
Personally I doubt that the recently displayed behavior of the Chinese people could meet ANY standards for maturity; such as one might want to expect from a place that is today a "global power" ...
Well, I said it before: I don't know much (nothing) about politics.
Therefore, I should probably just shut up, the behavior of our friendly neighbor China really calls for some comments.
One of the triggers of the currently ongoing "anti-Japanese" protests is the quarrel about the Senkaku Islands:
http://en.wikipedia.org/wiki/Senkaku_Islands
"The collective use of the name "Senkaku" to denote the entire group began with the advent of the controversy in the 1970s."
"The Japanese central government formally annexed the islands on 14 January 1895."
"The islands came under US government occupation in 1945 after the surrender of Japan ended World War II.[17] In 1969, the United Nations Economic Commission for Asia and the Far East (ECAFE) identified potential oil and gas reserves in the vicinity of the Senkaku Islands.[20] In 1971, the Okinawa Reversion Treaty passed the U.S. Senate, returning the islands to Japanese control in 1972.[21] Also in 1972, the Taiwanese and Chinese governments officially began to declare ownership of the islands.[22]"
So --> The Chinese started to show an interest in this piece of "holy motherland" AFTER oil and gas reserves were found. Isn't that interesting.
How Chinese.
Can they (the Chinese) produce any evidence - and one of those fake documents produced just for this purpose - that they were just in love with these pieces of rock since ancient times and therefore have now the "God given right" to destroy everything Japanese in their path?
I would encourage everybody in the global community to make their own judgement.
http://en.wikipedia.org/wiki/East_China_Sea
The Chinese also "NEED" this islands and the waters around them for fishing.
Naturally, since they have fished their own waters virtually dry, leaving a marine wasteland.
Now they have to move on to exploit other places.
Sounds like the locust plague to me.(http://en.wikipedia.org/wiki/Locust)
Billions of locust (Chinese) swarm all over the place and devour everything ...
http://www.globalsecurity.org/military/world/war/senkaku.htm
"The Meiji government incorporated the Senkaku Islands into Okinawa Prefecture in 1895 after it had confirmed that the islands were not under the control of the Qing Dynasty"
http://www.atimes.com/atimes/Japan/FG27Dh03.html
http://en.wikinews.org/wiki/Chinese_submarine_enters_Japanese_waters
"The intrusion occurred on 10 November, Japanese time (UTC+9). The submarine was quickly spotted by Japan's Self-Defence Forces and was tracked by helicopter as it wandered in Japanese waters for two hours before moving north-west. International law requires a tracked submarine to surface and identify its nationality in times of peace; the submarine did not do so."
Naturally!!!
English: Aerial Photo of Kitakojima and Minami...
English: Aerial Photo of Kitakojima and Minamikojima of Senkaku Islands, Ishigaki City, Okinawa, Japan, 1978. 日本語: 北小島・南小島(尖閣諸島):沖縄県石垣市、東シナ海 (Photo credit: Wikipedia)
BUT ... what would happen, if this were the other way round: a Japanese (or other) submarine entering Chinese waters ...???
Just imagine all the canons fires ...
Again, this probably "only natural" for the Chinese.
After all, their great leader put it so eloquently
http://en.wikiquote.org/wiki/Mao_Zedong
* 枪杆子里面出政权
* "Every Communist must grasp the truth: Political power grows out of the barrel of a gun."
And since China means literally "central country", the Chinese most obviously assume, that they are the center of the world and have both the right and obligation to take and do as they see fit.
This finds another wonderful expression.
Remember the drunk boat driver who rammed a Japanese coat guard boat and was later declared a hero?
Or the lunatics from Hongkong jumping onto the above mentioned Islands, who were after their deportation to Hongkong shown on TV celebrating and drining champaign?
Those people that attacked a Japanese embassy car?
And todays news: anti-Japanese demonstrations going wild, destroying lots of Japanese properties. Like supermarkets. Only the customers there were Chinese ...
But, there is this new wonder slogan:
「愛国無罪」
meaning literally: as long as it is a patriot act, there will be no charges!
The legacy of Mao Zedong in its purest form!
Yesterday: drunken boat drivers and toppled cars.
Today: destruction of supermarkets and factories.
Tomorrow: ... let's kill a few people. Its patriotic and therefore no problem!
Think this through yourself. The picture should not be so difficult to see ...
http://world.time.com/2012/08/19/why-asias-maritime-disputes-are-not-just-about-china/
< The reasons that pundits give for Beijing’s bellicosity range from its appetite for the natural resources of the South China Sea to its desire to look tough amid an uncertain leadership transition and to stir some nationalist fervor at home (witness the violent anti-Japanese protests on the mainland during the weekend) to its irritation at what it thinks is Washington’s interference in its backyard. At a regional conference two years ago, in remarks now often cited as a sign of China’s unilateral ambitions in the South China Sea, Foreign Minister Yang Jiechi infamously declared the body of water to be a “core national interest,” adding: “China is a big country and other countries are small countries, and that is just a fact.”>
Well, that naturally leads straight to those locusts mentioned above.
In light of these cute tendencies, please reconsider when China claims to "preserve natural resources, maintain peace and contribute to the development of the world at large.
How can a country that is basically ego-centric, as the country's name itself implies, ever have such altruistic fits ...???
I could go on forever and actually published my personal opinions here before, but ... I don't know nothing ...
http://nyuwa.wordpress.com/2012/02/15/chinese-quality/
(in English)
http://blogs.yahoo.co.jp/thoacu/62652273.html
(this one is in Japanese)
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8/07/2012

No Gold for Japanese Judo ... identity crisis

This has been in the news here in Japan all over. Sometimes it is called a disgrace, sometimes designated as "a shock to the population".

Well, the other day I wrote a little text in Japanese about my personal view of the "identity" of the Japanese people (http://blogs.yahoo.co.jp/thoacu/63114932.html)

I believe, it is precisely this "loss of identity" - you may call it also fuzziness - of the Japanese that led to this result.
In my field of activity = acupuncture, I have been trying to tell the Japanese people, patients, practitioners, leaders of organizations and I even wrote a letter to the government, that the Japanese should take more pride in their traditional skills, techniques, customs, achievements etc.
Here with the example of Judo (I started my own "martial arts life" with Judo) the TV shows something that looks MUCH more like wrestling than Judo to me. The Japanese (martial) "art" of Judo has been "westernized".

Then a commentator or a newspaper mentioned somewhere, that athlete XXX gave up his/her (!) adherence to certain ideals/concepts in order pursue "winning".

That is a shame.
At least to me. Forsaking the "way" to win a competition. For money and fame.
To my mind all "Olympia drivin" = meaning in the interest of "sports".

If Judo = the soft WAY, which is a part of elementary education throughout the country, where every prefecture has a state/prefecturally funded public practice hall = dojo
is allowed to be pushed down a road of mere atheltic competition .....

I believe the Japanese have lost - or rather forsaken themselves - an essential part of their spiritual heritage.
A very unfortunate trend that pervades many areas of life and makes me very sad.

But then again, many (Japanese) people would object: "What do YOU know. You are just another "gaijin" (= foreigner) who does not understand anything.
And they are probably right.
It is only, that I DO have this opinion of mine ....
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7/01/2012

Akupunktur - Tradition im Ausverkauf ...

Akupunktur hat in Japan inzwischen eine etwa 1500-jährige Tradition. Gemeinsam mit der Kampo genannten "chinesischen Medizin" (zum Einnehmen) wie sie in Japan verwendet wird und sich somit von der "chinesischen Medizin" in China unterscheidet, bildeten diese Formen der orientalischen Medizin, wiederum natürlich in Verbindung mit den verschiedensten Formen der Volksmedizin, für 1350 Jahre die Hauptströmung der medizinischen Versorgung in Japan. Es gab ja nichts anderes. Die "westliche Medizin" ist hierzulande erst seit ca. 150 Jahren verfügbar und wurde von den zuständigen Regierungsbehörden über den besagten Zeitraum als "einzig wahre Medizin" verbreitet.
Zwischenzeitlich gab es ja auch bekannterweise offizielle (von Regierungsseite) Versuche, die orientalische Medizin vollständig abzuschaffen / verbieten.

Wie dem auch sei, jedenfalls handelt es sich hier um richtig "gediegenes" Handwerk mit der besagten 1500-jährigen Tradition. Diese Form der medizinischen Versorung hat sich über 1500 Jahre wieder und immer wieder bewährt und als wirksam erwiesen.
Daher sollte es heutzutage eigentlich überhaupt nicht erforderlich sein, für diese Behandlungsform Werbung zu machen.
Dachte ich.

Weit gefehlt.
Sogenannte "orientalische Medizin" - wobei ich dabei häufig nicht weiss, wovon überhaupt geredet wird - ist im Moment gerade große Mode. Das heißt, es gibt unzählige Leute, die eine Lizenz erwerben und dann exotische, neuartige Therapieformen praktizieren.
Während Akupunktur fast immer vollständig vom Patienten getragen werden muss, können sich Kliniken zum Knocheneinrichten (Sekkotsuin) auf ihr Schild schreiben, dass darin ALLE Arten von Versicherung akzeptiert werden. Folglich gehen die meisten Patienten Heute zu den Sekkotsuin, wo sie für eine Behandlung ca. 5 Euro zahlen und nicht zum Akupunkteur, wo die Behandlung 40 Euro kostet.

Diese Sekkotsuin laufen entsprechend gut, so dass sie buchstäblich wie die Pilze aus dem Boden schießen. Rund um meine Praxis herum natürlich aus. Traditionelle Verhaltensweisen, wie sich vor Eröffnung einer solchen Klinik bei den bereits laufenden Kliniken vorzustellen, sind inzwischen VÖLLIG ausgestorben. Ich habe das bei Eröffnung meiner Klinik damals noch gemacht ...

Massenweise "Billigware" als Konkurrenz führt dann (natürlich) dazu, dass meine Klinik immer schlechter läuft. Auch wenn ich mich noch NIE darum bemüht habe, hier "Geld zu machen*", stört mich dies dann doch.
*    (http://www.einklang.com/Kanpo2003.htm) (auf Japanisch)

Vor kurzem habe ich einmal versucht, mich nach eine Teilzeitbeschäftigung als Akupunkteur hier in Japan umzusehen. Akupunkturkliniken, die nach Personal suchen, habe ich eigentlich noch nie gesehen. Immer nur die besagten Kliniken zum Knocheneinrichten, oder aber Orthopädiekliniken, die irgendwo einen sogenannten Rehabilitationsraum mit haufenweise Maschinen/Geräten haben, durch den vormittags etwa 100 "Patienten" geschleust werden müssen, damit es sich bezahlt macht. (Das haben mir die Leute in diesen Kliniken selbst gesagt.) Die Aufgabe des Akupunkteurs besteht dann darin, die Leute an irgendeine dieser Maschinen anzuschließen, den Zeitschalter auf 10 Minuten einzustellen und danach die Leute wieder freizusetzen.
Bei meinen kürzlichen Versuchen zeigte sich, dass die Bezahlung für Personen mit einer Akupunkturlizenz bei etwa 900-1000 Yen/Stunde (ca. 9-10 Euro) liegt. Das ist die gleiche Bezahlung, die absolut ungelerntes Personal im "Convenience Store" oder an der Tankstelle bekommen.
30 Jahre Übung, Studieren, klinische Praxis sind also buchstäblich ***NICHTS*** wert. Denn Leute, die überhaupt nicht studiert und/oder gar keinen Beruf erlernt haben, bekommen das gleiche! Dann frage ich mich, wozu die 30 Jahre Bemühungen den eigentlich gut waren. Und darauf folgt auch wieder die Frage: Warum soll ich diese Arbeit überhaupt machen?

Aus Stellenanzeigen ist ersichtlich, dass Krankenpfleger in der Regel offenbar 1500-2000 Yen/Stunde erhalten und auch ein gewöhnlicher Zimmermann verdient mindestens so viel wenn nicht mehr.

Hierzu gibt es nun sicherlich zahlreiche Ansichten, Denkansätze etc. aber ich persönlich habe zunächst einmal den Eindruck, dass hier ein äußerst fundiertes Handwerk mit 1500 Jahre Tradition einfach nur für Dumm verkauft wird - im Ausverkauf als Ramsch auf dem Grabbeltisch angeboten.

Irgendwann werden die Leute = Patienten aber unter Umständen merken, dass die Billigware nicht unbedingt immer von der besten Qualität ist .....
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3/06/2012

“Foreign studies” in Japan

Old Chinese medical chart on acupuncture meridians
Image via Wikipedia
Good evening, or rather good morning from Japan
Well, while this about a sort of “personal endeavor”, it is not really about me, but rather about Japan. And I definitely DO NOT have any qualifications that would make me a legitimate representative of Japan.
But, …
I have now lived in this country for 33 years, but only 22 years in my “home country” Germany. That means, I spent more than half of my live in Japan.
While my original purpose to come here was Japanese archery (Kyudo), I entered a vocational school for acupuncture here, obtained my licenses something like 28 years ago and for 17 years now run my own little (microscopic!) clinic.
Personally I believe, that Japan is a sort of “treasure island” in regard to variety and amount of information, skills, technical know-how etc. when it comes to ORIENTAL MEDICINE. I prefer the term “oriental medicine” over “Chinese medicine”, because it suggests, that there are also other possibilities/views than the state-sanctioned, uniform (the Chinese like to call that sometimes “standardized”) and thus rather dull single pattern TCM. Many people do argue about it, but I am always under the impression, that here in Japan there are as many “styles” as there are practitioners.
While the Chinese vigorously pursue their declared goal of achieving “world dominationin regard to the “intellectual property” of Chinese medicine, the Japanese people on the other hand appear to be somewhat handicapped: first, they are rather shy = are not much interested in “speaking up”; second (related to the first aspect), they seem to suffer from an inferiority complex, because they are not good (at all!) at English and third, they themselves have not very much ambition to present themselves to the world.
Yet, you can rest assured, that in addition to ALL the information pertaining to acupuncture available in China, there is a tremendous amount of additional information available. While I would be VERY cautious when viewing so-called scientific reports originating in China, there is usually MUCH LESS likelihood, that (scientific or otherwise) reports from Japan are outright fake or at least highly questionable. This does not rule out, that some people have opinions that oppose those of other people and a quarrel about right or wrong would be rather futile here.
I have been trying to convince the Japanese people for something like 20 years now, that they should make more of their information, including books, magazines etc., available to the world – meaning they should prepare at least summaries in western languages like English, German, French, Spanish etc. So far, I had very little success.
I do have a little website of my own (with many flaws, because I am not very computer savy): http://www.einklang.com/
Most of it is in Japanese, but there are also German and English sections. And these were the trigger for my above mentioned endeavor. Occasionally foreigners stumble across my pages on their search about information on Japan. It then happens, that I am asked about possible sites/occasions to study a little about acupuncture in Japan. Unfortunately, I am not a very social person and therefore know only few people, who would be willing to help out.
Maybe my constant bugging has contributed to lead to an “official decision” to promote acceptance of foreigners in Japan on the general assembly of the JSAM 4-5 years ago … but nothing much has happened since.
The way I see things, and some of my efforts are detailed here:
http://www.einklang.com/Foreign%20study.htm
or also in blog entries
https://nyuwa.wordpress.com/2012/02/06/ … -a-chance/
https://nyuwa.wordpress.com/2012/02/06/ … e-excuses/
Last year, during the great earthquake Australian visitors were here and one is going to return this year. Incredible!
https://nyuwa.wordpress.com/2012/01/30/ … le-return/
As I said, personally I would love to see the “Japanese way of acupuncture” find a greater audience in the world.
Even if no one here actually has any intention of coming to Japan (that is just fine!), maybe if there were once in a while inquiries as to the possibility of learning (as a foreigner) about acupuncture in Japan, or shadowing in clinics … maybe the Japanese people would finally become a little more stimulated/motivated to actually SHARE some of their very valuable material.
You could try for example the website of the The Japan Society of Acupuncture and Moxibustion (jsam):
Japan Society of Acupuncture and Moxibustion -> http://www.jsam.jp/ -> honbu@jsam.jp (ask for: Mr. Hirokazu Inami)
http://en.jsam.jp/contents/010000SsehRk/
Japan Acupuncture & Moxibustion Association -> http://www.harikyu.or.jp/ -> info@harikyu.or.jp
Tel:03-3985-6771 Fax:03-3985-6622 (no English page):
If it should prove helpful, please feel free to mention, that you learned about the above mentioned websites through my website (the page about “foreign studies”).
I believe, there is an abundance of material AND techniques probably better suited for western people than a major part the Chinese style.
In case this is completely off course here, I would like to beg your pardon and apologize again.
Greetings from Japan
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