12/02/2014

Moxibustion


Schon einmal etwas von "Moxibustion" gehört? Die Ausführung dieser Behandlungsform betreffend wird im Rechtschreibe Duden sogar ein eingedeutschtes Verb aufgeführt: "moxen". (Die Wortbildung geht auf eine Verbindung des japanischen Wortes "moxa" = das Material + "combustion" zurück)
Hier handelt es sich um eine Behandlungsform, gewöhnlich mit Akupunktur gekoppelt, bei der aus Beifuß gewonnenes Fasermaterial zu therapeutischen Zwecken auf der Haut verbrannt wird. Als in Japan praktizierender Akupunkteur ist dies für MICH immer die erste Therapiewahl, wenn es mir einmal schlecht gehen sollte.
Das Bild zeigt meinen zweiten Sohn mit ca. 18 Monaten (der junge Mann ist inzwischen 27!) bei der Behandlung (ich hatte damals auch noch farbige Haare). Nicht dass er durch drei Leute mit Gewalt festgehalten wird. Er hat sich eher freiwillig gemeldet.
Ich habe meine vier Kinder ALLE am Tag ihrer Geburt (!) das erste Mal mit Moxibustion behandelt. Etwas, was mit den feinfühligen Techniken der japanischen Akupunktu/Moxibustion keinerlei Probleme mit sich bringt. Diese wiederum ist einer der vielen Gründe, warum ich persönlich davon überzeugt bin, dass JAPANISCHE Akupunktur wesentlich besser für die meisten Menschen der Welt geeignet ist, als die chinesiche Variante. Einen entsprechenden, von mir verfassten "Erfahrungsbericht" habe ich als E-Buch veröffentlicht. Dies ist bei Amazon und via Smashwords.com auch auf allen großen Verteilern für E-Bücher erhältlich.
(Da es sich dort nicht "verkauft", biete ich es auf meiner Webseite auch 'kostenlos' an: http://www.einklang.com/Books.htm)


11/30/2014

Godzilla


Hier in Japan werden wie in Deutschland Gräber mit Grabsteinen versehen. Andere Einzelheiten hinsichtlich Tod, Bestattung, Gräber etc. sind mitunter sehr verschieden, aber darüber möchte ich mich hier nicht auslassen.
Diese Grabsteine werden wie in Deutschland von dafür spezialisierten Geschäften angeboten.
Das Bild zeigt den Eingang zu einem solchen Geschäft. Im Vordergrund sind noch unbeschriftete gewöhnliche Grabsteine zu sehen. Im Hintergrund steht Godzilla ...
Da ich mich gewundert habe, ob diese Figur irgendwann einmal ein Grab zieren wird, habe ich einmal in dem Geschäft nachgefragt.
Nein, hieß es, dies sei nur zur Verzierung.



Kein Durchgang - noch einmal

Im Prinzip stellt ein Stück Bambus quer über eine Weg oder zwischen zwei Zaunabschnitte für alle Japaner und alle diejenigen, die sich etwas mit Japan auskennen, ein unüberwindliches Hindernis dar.
Die Bambusstange hier im Bild repräsentiert eine buchstäblich "unüberschreitbare" Grenze zwischen dem öffentlichen Tempelbereich im Vordergrund und die Privatspäre (des Priesters) im Hintergrund.
Es gibt immer wieder "Ausländer", die dieses Hindernis nicht sehen können - was ja auch nicht verwunderlich ist.
Also, bei Aufenthalt in Japan: ein solches Stück Bambus bedeutet KEIN DURCHGANG.

Kein Durchgang

Eine japanische Art das Konzept "Kein Durchgang" zum Ausdruck zu bringen. Das gilt (hier) natürlich nur für Autos. Ganz persönlich finde ich diese Art von "Sperre" sehr viel attraktiver als eine Eisenkette oder ein Metallzaum ....
(Eingang zu einem vom Showa Tenno eingerichteten Museum für Meeresbiologie bei mir um die Ecke)

Tradition



Eigentlich nichts besonderes ... ein Zaun wurde neu aufgestellt. Aber der vom Gärtner (Handwerker) aufgestellte Zaun in seiner schlichten Schönheit, gibt mir immer (jedes Mal wenn ich so etwas sehe), das Gefühl "zu Hause" zu sein ...


Neue Heimat


Ich bin (natürlich) gebürtiger Deutscher. Allerdings habe ich mich mir 17 entschlossen, nach Japan zu gehen, um dort Bogenschießen zu lernen und mich mit 22 tatsächlich auf den Weg gemacht. Inzwischen lebe ich seit 34 Jahren in Japan ... wesentlich länger als ich in Deutschland gelebt habe. Das macht Japan zu meiner "neuen Heimat". Hier ein Panoramabild dieser neuen Heimat.

Restaurant


Da ich gerade einen Kommentar zu einem Essen geschrieben habe ... Ich persönlich fühl mich in großen Städten nicht wohl. Auf einer kleinen Fahrradtour zur "Bessho Onsen" (heiße Quelle, Nähe der Tanzawa Berge in Kanagawa, falls das jemand einmal heraussuchen möchte) habe ich ein für meinen Geschmack wunderbares Restaurant gefunden. Das Bild zeigt den Eingang. Dort gibt es Soba (Buchweizen) Nudeln. GANZ einfach und bescheiden. Ich persönlich würde aber kaum je mit einem 5-Sterne Hotel/Restaurant tauschen wollen. (die weißen Zeichen rechts am Pfeiler bedeuten: "strohbedecktes Häuschen"; ein Bild davon kann ich später noch einmal hinzufügen)

Nachtrag: ich wollte auch noch einmal zeigen, wie das Restaurant selbst aussieht. Eingang in der Mitte und der "Gästeraum" liegt hinter den weißen Papiertüren (heißen hier "Shoji"), die man links sieht. Man kann auch die umliegenden Berge ahnen ...