Neulich habe ich kurz ein "Torii" genannt - eine Art Eingangstor oder Bogen für Schreinen. So ein Tor markiert nicht nur einfach einen Eingang, wie eine Zimmertür, sondern auch mit "magischen" Kräften ausgestattet, welche böse Geister und dergleichen fern halten.
Hinter dem Torii und meist kurz vor dem eigentlichen Schrein findet sich of ein PAAR "Komainu" - eine Art fiktiver Löwen. Paar: einer hat das Maul offen, der andere geschlossen. Bei dieser Art von Löwen wird deren Wächterfunktion schon wesentlich deutlicher als bei dem Torii.
Aber auch diese Wächter brauchen liebevolle Zuneigung. Leute aus der Umgebung binden diesen Löwen (und auch anderen Schutzgottheiten aus Stein, die man anderswo findet) rote Tücher um, damit ihnen nicht kalt wird (das Bild habe ich im Winter aufgenommen) oder sie sich sogar erklälten. Der Schmuck um den linken Fuss herum ist etwas, was Kinder in der Grundschule gern machen.
Im mitunter supermodernen, rationalen Japan weiss man natürlich, dass eine Steinfigur keine herzerwärmende Zuneigung braucht, aber darum geht es ja auch gar nicht ...
Schrein,Torii,Löwe,komainu,Wächter,Schmuck
12/02/2014
Kinderreichtum
Wenn man hierzulande Besuche in Schreinen (shintoistisch) und Tempeln (buddhisitisch) macht, kann man dort um alles mögliche bitten / beten. Viele Menschen (nicht nur in Japan) suchen schließlich den Schutz der Götter. Neben Bitte um Sicherheit im Haushalt und Verkehr, sind Kinderwunsch und sichere Geburt populäre Themen. Man kann zwar auch in aller Stille sein Haupt neigen und für sich allein beten (bitten), man kann sich aber auch einen entsprechenden Talisman kaufen und diesen bei Bedarf (und gegen Gebührt) mit zusätzlichem Zauber "bebeten" lassen.
Hier ein Bild eines kleinen "Nebenschreins" neben dem Hauptschrein, wo man traditionsgemäß seinen Kinderwunsch vorträgt und um "Kinderreichtum" betet. Auf dem Schild links dem Opferkasten steht, dass man sich im Hauptschrein einen entsprechenden Talisman besorgen soll sich dann einen der runden Steine links nehmen kann. Der Stein in Verbindung mit dem Taliman soll dann durch tägliche Verehrung zu Kinderreichtum führen.
Nachtrag: eine shintoistische Gottheit kann alles Mögliche sein; unter anderem zum Beispiel auch ein Baum oder ein Stein. Die Steine, die dort liegen, sind also keine gewöhnlichen Steine!
Hier ein Bild eines kleinen "Nebenschreins" neben dem Hauptschrein, wo man traditionsgemäß seinen Kinderwunsch vorträgt und um "Kinderreichtum" betet. Auf dem Schild links dem Opferkasten steht, dass man sich im Hauptschrein einen entsprechenden Talisman besorgen soll sich dann einen der runden Steine links nehmen kann. Der Stein in Verbindung mit dem Taliman soll dann durch tägliche Verehrung zu Kinderreichtum führen.
Nachtrag: eine shintoistische Gottheit kann alles Mögliche sein; unter anderem zum Beispiel auch ein Baum oder ein Stein. Die Steine, die dort liegen, sind also keine gewöhnlichen Steine!
Moxibustion
Schon einmal etwas von "Moxibustion" gehört? Die Ausführung dieser Behandlungsform betreffend wird im Rechtschreibe Duden sogar ein eingedeutschtes Verb aufgeführt: "moxen". (Die Wortbildung geht auf eine Verbindung des japanischen Wortes "moxa" = das Material + "combustion" zurück)
Hier handelt es sich um eine Behandlungsform, gewöhnlich mit Akupunktur gekoppelt, bei der aus Beifuß gewonnenes Fasermaterial zu therapeutischen Zwecken auf der Haut verbrannt wird. Als in Japan praktizierender Akupunkteur ist dies für MICH immer die erste Therapiewahl, wenn es mir einmal schlecht gehen sollte.
Das Bild zeigt meinen zweiten Sohn mit ca. 18 Monaten (der junge Mann ist inzwischen 27!) bei der Behandlung (ich hatte damals auch noch farbige Haare). Nicht dass er durch drei Leute mit Gewalt festgehalten wird. Er hat sich eher freiwillig gemeldet.
Ich habe meine vier Kinder ALLE am Tag ihrer Geburt (!) das erste Mal mit Moxibustion behandelt. Etwas, was mit den feinfühligen Techniken der japanischen Akupunktu/Moxibustion keinerlei Probleme mit sich bringt. Diese wiederum ist einer der vielen Gründe, warum ich persönlich davon überzeugt bin, dass JAPANISCHE Akupunktur wesentlich besser für die meisten Menschen der Welt geeignet ist, als die chinesiche Variante. Einen entsprechenden, von mir verfassten "Erfahrungsbericht" habe ich als E-Buch veröffentlicht. Dies ist bei Amazon und via Smashwords.com auch auf allen großen Verteilern für E-Bücher erhältlich.
(Da es sich dort nicht "verkauft", biete ich es auf meiner Webseite auch 'kostenlos' an: http://www.einklang.com/Books.htm)
Labels:
Akupunktur,
Beifuss,
Duden,
moxa,
Moxibustion,
Rechtschreibung,
verb
11/30/2014
Godzilla
Hier in Japan werden wie in Deutschland Gräber mit Grabsteinen versehen. Andere Einzelheiten hinsichtlich Tod, Bestattung, Gräber etc. sind mitunter sehr verschieden, aber darüber möchte ich mich hier nicht auslassen.
Diese Grabsteine werden wie in Deutschland von dafür spezialisierten Geschäften angeboten.
Das Bild zeigt den Eingang zu einem solchen Geschäft. Im Vordergrund sind noch unbeschriftete gewöhnliche Grabsteine zu sehen. Im Hintergrund steht Godzilla ...
Da ich mich gewundert habe, ob diese Figur irgendwann einmal ein Grab zieren wird, habe ich einmal in dem Geschäft nachgefragt.
Nein, hieß es, dies sei nur zur Verzierung.
Kein Durchgang - noch einmal
Im Prinzip stellt ein Stück Bambus quer über eine Weg oder zwischen zwei Zaunabschnitte für alle Japaner und alle diejenigen, die sich etwas mit Japan auskennen, ein unüberwindliches Hindernis dar.
Die Bambusstange hier im Bild repräsentiert eine buchstäblich "unüberschreitbare" Grenze zwischen dem öffentlichen Tempelbereich im Vordergrund und die Privatspäre (des Priesters) im Hintergrund.
Es gibt immer wieder "Ausländer", die dieses Hindernis nicht sehen können - was ja auch nicht verwunderlich ist.
Also, bei Aufenthalt in Japan: ein solches Stück Bambus bedeutet KEIN DURCHGANG.
Die Bambusstange hier im Bild repräsentiert eine buchstäblich "unüberschreitbare" Grenze zwischen dem öffentlichen Tempelbereich im Vordergrund und die Privatspäre (des Priesters) im Hintergrund.
Es gibt immer wieder "Ausländer", die dieses Hindernis nicht sehen können - was ja auch nicht verwunderlich ist.
Also, bei Aufenthalt in Japan: ein solches Stück Bambus bedeutet KEIN DURCHGANG.
Kein Durchgang
Eine japanische Art das Konzept "Kein Durchgang" zum Ausdruck zu bringen. Das gilt (hier) natürlich nur für Autos. Ganz persönlich finde ich diese Art von "Sperre" sehr viel attraktiver als eine Eisenkette oder ein Metallzaum ....
(Eingang zu einem vom Showa Tenno eingerichteten Museum für Meeresbiologie bei mir um die Ecke)
(Eingang zu einem vom Showa Tenno eingerichteten Museum für Meeresbiologie bei mir um die Ecke)
Tradition
Eigentlich nichts besonderes ... ein Zaun wurde neu aufgestellt. Aber der vom Gärtner (Handwerker) aufgestellte Zaun in seiner schlichten Schönheit, gibt mir immer (jedes Mal wenn ich so etwas sehe), das Gefühl "zu Hause" zu sein ...
Subscribe to:
Comments (Atom)







